Prüfungsbericht

Vorarlberger gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft mbH

Zusammenfassung der Ergebnisse

Die Gesellschaft hat in den letzten Jahren alles unternommen, um der Nachfrage nach Neubauten für den sozialen Wohnbau gerecht zu werden. Die Kernkompetenzen wurden entsprechend entwickelt, die Ergebnisse der Ge- schäftstätigkeit sowie die finanzielle Situation sind mehr als zufrieden­stellend

Das Umfeld der Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Neben den laufenden Novellie- rungen des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes sind noch weitere Herausforderungen zu bewältigen. Um den politischen Anforderungen, den Veränderungen des Wohnungsmarktes sowie dem geänderten Kundenverhalten gerecht zu werden, müssen neue Kompetenzen aufgebaut und bestehende Systeme weiterentwickelt werden.

Die Gesellschaft hat bereits erste Schritte gesetzt und für einzelne Teilbereiche die konzeptiven Grundlagen ge- schaffen. Die Zusammenführung dieser Grundlagen zu einem ganzheitlichen Unternehmenskonzept steht an. Die neue Geschäftsführung wird mit der Umsetzung dieses Konzeptes zu beauftragen sein.

Eine Weiterentwicklung der Organisation ist ebenso erforderlich, wie die Verbesserungen der Informationssysteme und des Controllings. Die Öffentlichkeitsarbeit ist weiter zu professionalisieren. Damit diese Veränderungen von der neuen Geschäftsführung auch eingeleitet werden können, muss sich der Aufsichtsrat zukünftig verstärkt mit der Unternehmensentwicklung befassen. Dementsprechend sind die vorgelegten Konzepte zu prüfen, gegebenen- falls weitere Details einzufordern und die personellen und finanziellen Mittel für die Umsetzung zu genehmigen.

Auch in der Zinspolitik sollte die Gesellschaft weitere Entwicklungsschritte einleiten. Die Gesellschaft betreibt heute ein traditionelles Zinsmanagement und schöpft die Möglichkeiten eines sich verändernden Marktes nicht zur Gänze aus. Dies zeigt sich auch im Veranlagungsmanagement, da das Potential an erzielbaren Zinserträgen nicht zur Gänze ausgenutzt wird. Die Funktion „Treasury“ bedarf daher einer umfassenden Weiterentwicklung.

Bei der Aufnahme von Darlehen konzentriert sich die Gesellschaft auf zwei Kreditinstitute, erzielt dabei aber durchaus marktkonforme Konditionen. Für die bestehenden Darlehen wurden die Konditionen laufend neu ver- handelt, im November 1998 ist es auch gelungen, den Zinssatz für alle alten Darlehen auf ein einheitliches Niveau zu senken und diese Zinssenkung an die Mieter weiterzugeben.

Rückläufige Kapitalmarktzinsen wurden in der Vergangenheit ebenfalls an die Mieter weitergegeben. Dies erfolgte nicht in Form von Mietsenkungen, sondern durch Gutschriften bei der Jahresabrechnung.