Zusammenfassung in Einfacher Sprache

Das ist die Zusammenfassung des Prüfberichts „Gebühren Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung der Gemeinden Klaus, Ludesch, Schwarzach“ in Einfach Lesen. Im Text kommen schwierige Wörter vor.

Diese Wörter sind unterstrichen. Alle unterstrichenen Wörter sind am Schluss im Wörterbuch erklärt.

Große Unterschiede bei den Gebühren für Wasser und Abwasser in Vorarlberg

Trinkwasser und Abwasser sind für alle Menschen sehr wichtig. In Vorarlberg sind die Gemeinden dafür verantwortlich. Sie arbeiten dabei oft mit Verbänden oder Genossenschaften zusammen.

Wasser und Abwasser kosten die Gemeinden sehr viel Geld. Um das zu bezahlen, müssen die Menschen Gebühren zahlen. Die Gemeinden dürfen selbst entscheiden, wie hoch die Gebühren sind.

Ein großes Problem ist: Viele Gemeinden wissen nicht genau, ob ihre Wasser-Leitungen und Kanäle kaputt oder noch in einem guten Zustand sind.

Der Landes-Rechnungshof hat die Gebühren für Wasser und Abwasser aller Vorarlberger Gemeinden verglichen. Das sind die Ergebnisse:

  • Große Unterschiede: Die Gebühren sind in jeder Gemeinde anders. Zum Beispiel zahlte ein Haushalt mit 2 Personen im Jahr 2025 zwischen 286 Euro und 839 Euro. Das ist fast das 3-Fache.
  • Zu wenig Einnahmen: Viele Gemeinden nehmen durch die Gebühren für Wasser und Abwasser nicht genug Geld ein, um ihre Kosten zum Beispiel für Leitungen oder Abwasser-Reinigung zu bezahlen. Sie brauchen deshalb Förder-Gelder (finanzielle Hilfe) vom Land Vorarlberg und vom Staat Österreich.
  • Der Landes-Rechnungshof findet: vor allem Gemeinden mit schon sehr hohen Gebühren und trotzdem zu wenig Geld sollen solche Förder-Gelder bekommen.

3 Gemeinden wurden besonders genau geprüft

Der Landes-Rechnungshof hat sich 3 Gemeinden genauer angesehen: Klaus, Ludesch und Schwarzach. Dabei fiel Folgendes auf:

Gemeinde Klaus: Hier waren die Kosten sehr hoch. Das lag an einem speziellen, getrennten Abwasser-System. Die Kosten konnten nur bezahlt werden, weil das Land Vorarlberg extra Förder-Geld dazugegeben hat.

Gemeinde Ludesch: Hier war es umgekehrt. Die Gemeinde hat durch die Gebühren viel mehr Geld eingenommen, als sie ausgegeben hat.

Gemeinde Schwarzach: Hier hat die Gemeinde beim Abwasser nicht viel mehr eingenommen, als sie ausgegeben hat. Beim Trinkwasser war es seit dem Jahr 2023 sogar weniger. Außerdem müssen viele alte Leitungen und Anlagen dringend erneuert werden.

Für alle Gemeinden gilt: Wasser und Abwasser sind teuer. Deshalb müssen die Gemeinden das Geld für die Zukunft besser einteilen.

Die 3 geprüften Gemeinden haben die Gebühren nicht richtig berechnet

Die Politikerinnen und Politiker in den Gemeinden beschließen die Höhe der Gebühren. Im Jahr 2025 kosten Wasser und Abwasser für einen Haushalt mit 2 Personen in diesen 3 Gemeinden so viel:

  • Klaus: 582 Euro (Klaus hat die Gebühren in letzter Zeit stark erhöht)
  • Ludesch: 551 Euro
  • Schwarzach: 453 Euro

In Österreich gibt es Vorschriften für Gebühren: Die Gebühren müssen so berechnet werden, dass sie die Kosten in einem Zeitraum von 10 Jahren decken. Die Gebühren dürfen aber nicht mehr als doppelt so hoch wie diese Kosten sein.

Alle 3 Gemeinden haben sich zum Teil nicht an diese Regeln gehalten:

  • Sie haben nicht genau im Voraus ausgerechnet, wie viel Geld sie in den nächsten Jahren brauchen werden.
  • In Klaus und Schwarzach haben die Gebühren nicht gereicht. Deshalb müssen die Bürgerinnen und Bürger in Zukunft wohl mehr bezahlen.
  • In Ludesch hat die Gemeinde zu hohe Gebühren verlangt. Dadurch sind Gewinne entstanden. Solche Gewinne muss eine Gemeinde eigentlich auf einem Extra-Konto sparen. Das hat Ludesch aber nicht getan.

Verbesserungen bei den Rechnungen nötig

Auch beim Schreiben von Rechnungen und Mahnungen müssen sich die Gemeinden an Gesetze halten.

  • Zum Beispiel dürfen Mahn-Gebühren nicht mehrfach verrechnet werden.
  • In Klaus und Ludesch verrechnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Büro die Gebühren teils nicht so, wie es die eigenen Vorschriften vorgeben.
  • Alle 3 Gemeinden nutzen Computer-Programme für die Buchhaltung. Das ist gut und spart Zeit.
  • Die Gemeinde Schwarzach nutzt als einzige noch Wasser-Zähler, die von einer Person abgelesen werden müssen. Besser wären moderne Zähler, die man über Funk (aus der Ferne) ablesen kann.
  • Wasser sparen wird immer wichtiger. Der Landes-Rechnungshof rät den Gemeinden deshalb, Regeln für das Befüllen und Ausleeren von privaten Schwimm-Bädern (Pools) zu machen.

Verbände

Das sind Gruppen von Gemeinden oder anderen Organisationen, die zusammenarbeiten, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Zum Beispiel: Ein Abwasser-Verband kümmert sich um die richtige Entsorgung von dreckigem Wasser, damit es die Umwelt nicht verschmutzt.

Genossenschaften

Das sind Gruppen von Menschen oder Organisation, die gemeinsam etwas besitzen und nutzen. Eine Wasser-Genossenschaft sorgt für Trinkwasser. Alle Mitglieder helfen mit und teilen sich die Kosten.

Landes-Rechnungshof

Der Landes-Rechnungshof überprüft, ob in Vorarlberg das Steuergeld richtig und gut verwendet wird. Das Steuergeld soll sparsam verwendet werden. Es soll nichts verschwendet werden. Das Steuergeld soll so verwendet werden, dass es möglichst vielen Menschen in Vorarlberg hilft. Das überprüft der Landes-Rechnungshof.

Förder-Gelder

Das ist Geld, das der Staat oder andere Organisationen geben, um Projekte oder Ideen zu unterstützen. Zum Beispiel: Förder-Geld für eine neue Wasser-Leitung oder ein Umwelt-Projekt.

Mahn-Gebühren

Das ist Geld, das man zahlen muss, wenn man eine Rechnung zu spät bezahlt.

Wasser-Zähler

Das ist ein Gerät, das misst, wie viel Wasser eine Person oder eine Familie verbraucht. Die Gemeinde liest den Zähler ab und berechnet dann die Gebühren.